Liza Lim

Komponistin

geboren 1966 in Perth, Australien.

Studium der Musik an der Universität von Melbourne, Promotion an der Universität von Queensland. 

Zahlreiche Auftragsarbeiten für renommierte Orchester, wie zum Beispiel die Los Angeles Philharmoniker, musikFabrik, Arditti Streichquartett, Ensemble InterContemporain, Ensemble Modern, Symphonieorchester Sydney; viele Einladungen zu namhaften Festivals wie Salzburger Festspiele, Luzern Festival, Festival d’Automne Paris. Aktuell arbeitet sie an einem Opernprojekt mit dem Titel „Tree of Codes“ für das Ensemble musikFabrik und erforscht in diesem Zusammenhang am ZKM Karlsruhe die Digitalisierung von Partituren.

Charakteristisch für Lim ist ihr transkultureller Zugang zur Musik. Christopher Alexanders architekturtheoretische Überlegungen zur „Muster-Sprache“ sind für sie ein Schlüssel zum Verständnis kultureller Muster. Ihre Kompositionen sind immer auch Reflexionen über Performance-Rituale und Kunstformen der ostasiatischen und australischen Aborigines, über Kalligrafie und die besonderen Klangfarben alter Instrumente sowie über die Notation von Aufführungsenergien

Sie hat zahlreiche Preise gewonnen (u.a. Paul Lowin Prize und Fromm Foundation Award) und war Stipendiatin der Ian Potter Foundation und des Australia Council in der Sparte Komposition. 2007/8 war sie Gast des Berliner DAAD-Künstlerprogramms. Sie ist Professorin für Komposition an der Universität von Huddersfield und Leiterin des dortigen Forschungszentrums für Neue Musik. Ihre eigenen Kompositionen werden bei Casa Ricordi (Mailand, London & München) veröffentlicht.

 

Am 21. September premiert Liza Lim’s Stück „The Green Lion eats the Sun“.

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