Soyoung Kim (alias Jeong Kim)

Filmemacherin, Autorin, Wissenschaftlerin, Kuratorin

 

lebt in Seoul, Südkorea. Sie studierte Filmwissenschaft an der New York University und ist eine der ersten Absolventinnen der Koreanischen Filmkunstakademie. Von ihr stammt die Filmtrilogie „Women's History Trilogy“ (2000-2004, „Koryu: Southern women/South Korea“; „I'll Be Seeing Her“ und „New Woman: Her First Song“), die auf dem internationalen Dokumentarfilmfestival in Yamagata, auf dem Frauenfilmfestival in Taiwan und dem Digi Beta Festival in Berlin gezeigt wurde. Außerdem liefen die Filme erfolgreich in Hong Kong, Melbourne und im italienischen Pesaro und wurden unter anderem auf dem koreanischen öffentlichen Sender EBS (Education Broadcasting System) ausgestrahlt. Der erste Teil der Trilogie „Koryu: Southern women/South Korea“ war ein wichtiger Vorläufer für Kims aktuelles Filmprojekt „The Cut in the Open City“, da auch er bereits Migration zum Thema hatte. Der dritte Teil „New Woman: Her First Song“ wird auf der Online-Plattform Asia Pacific Films unter asiapacificfilms.com/films/show/181-new-woman-her-first-song vertrieben. Ein Filmtrailer ist auf YouTube unter www.youtube.com/watch abrufbar.

Im Jahr 2010 hat Soyoung (Jeong) Kim ihren ersten Spielfilm gedreht mit dem Titel „Viewfinder (Kyung)“, der ebenfalls erfolgreich auf dem internationalen Filmfestival im südkoreanischen Busan, auf dem internationalen Filmfestival in Tokio und auf dem Indie-Filmfestival in Seoul gezeigt wurde. Er lief zudem auch im koreanischen Kino. Im Augenblick arbeitet sie an ihrem nächsten dokumentarischen Projekt mit dem Titel „The Cut in the Open City“, das auch die Filme „Alex’s Place: Tashkent in Ansan“ und „Chocolate City“ beinhaltet über afrikanische Migranten, die im chinesischen Guangzhou (Kanton) Handel betreiben.

Sie hat mehrere wissenschaftliche Abhandlungen über die Moderne, Gender-Fragen, Kino und Medien veröffentlicht, unter anderem „Gespenster der Moderne: Der fantastische Film im Koreanischen Kino“ (in koreanischer Sprache) und als Mitherausgeberin „Electronic Elsewhere: Media, Technology, and the Experience of Social Space“ in englischer Sprache zusammen mit Chris Berry und Lynn Spigel (University of Minnesota Press, 2010).

Als Filmkritikerin arbeitet sie für Cahiers du cinéma, Inter-Asia Cultural Studies und Cine-21 und publiziert zu den Themen Film und Populärkultur in verschiedenen koreanischen Magazinen und Zeitschriften.

Sie war Ehrengast beim internationalen Festival in Guanajuato 2011 und ihre Filme wurden  an verschiedenen akademischen Institutionen gezeigt, u.a. der Asia Society in Mumbai, an der Harvard University, der University of London und in der Laterna Magica in Pesci (Ungarn).

Soyoung (Jeong) Kim ist Leiterin des Trans-Asia Screen Culture Institute in Seoul und im Redaktionsvorstand der Zeitschrift Inter-Asia Cultural Studies tätig. Lehraufträge führten sie an die UC Berkeley, Duke University und UC Irvine, als Forschungsstipendiatin hat sie am Asia Research Institute der Nationaluniversität in Singapur gearbeitet und weltweit Vorträge gehalten.Als Kuratorin rief sie im Jahr 2000 das internationale Filmfestival im südkoreanischen Jeonju ins Leben und gründete bereits 1997 das Frauenfilmfestival in Seoul, dessen Ko-Direktorin sie bis heute ist.

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