Tienchi
Martin-
Liao 

Autorin, Publizistin

geboren in Nanking, China, aufgewachsen in Taiwan, lebt heute in Köln.

Nach ihrem BA in Englischer Literatur an der Staatlichen Universität Taiwan kam Tienchi Martin-Liao nach Deutschland und arbeitete zunächst am Institut für Asien-Kunde in Hamburg. In den siebziger Jahren war sie Mitherausgeberin des Deutsch-Chinesischen Wörterbuchs Deutsch-Chinesischer Wortschatz, Politik und Wirtschaft (Langenscheidt 1977) und einer siebenbändigen Reihe beim Hanser Verlag von Mao Zedongs gesammelten Werken.

Nach Abschluss ihres Magisterstudiums an der Ruhr-Universität Bochum war sie Dozentin für Chinesische Literatur, später leitete sie das Richard-Wilhelm-Übersetzungszentrum für chinesische Literatur. Bis zum Jahr 2000 war sie Herausgeberin der Schriftenreihe ARCUS-CHINATEXTE, die Werke der chinesischen Literatur in deutscher Übersetzung präsentiert. 2001 ging Martin-Liao in die USA und war zehn Jahre lang Direktorin der Menschenrechtsorganisation Laogai Research Foundation. Während dieser Zeit gab sie auch die biografische Reihe Black Series über politische Gefangene in China heraus. Sie kehrte 2010 nach Deutschland zurück und lebt seitdem in Köln.

2009 wurde sie zur Vorsitzenden des unabhängigen chinesischen PEN-Zentrums gewählt. Sie schreibt regelmäßig für die Literaturzeitschrift Sampsonia Way.  

 

Tienchi Martin-Liao kuratiert gemeinsam mit Stefan Kramer vom Ostasiatischen Seminar der Universität zu Köln das Kolloquium "Von der Konkubine zur Wanderarbeiterin? Frauen in China", im Rahmen der PLURIVERSALE I der Akademie der Künste der Welt. 

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