Akademie der Künste der Welt http://archive.academycologne.org/ News and Events of the Academy of the Arts of the World en Akademie der Künste der Welt http://archive.academycologne.org/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://archive.academycologne.org/ 18 16 News and Events of the Academy of the Arts of the World TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 27 Nov 2014 11:13:00 +0100 Solidarité! Solidarität! Solidarity! http://archive.academycologne.org/index.php?id=2&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=303&cHash=8d9d597b0af97cf65ac81493e9e5bd79 Tanzperformance von tanz Lange

]]>]]> PLURIVERSALE I

  

SOLIDARITÉ! SOLIDARITÄT! SOLIDARITY!

 

Tanzperformance von tanz lange

 


27.– 29.11.2014 

Ort: studiobühneköln

 

Dem Begriff Solidarität haftet die Assoziation von vergangener Arbeiterbewegung und -mobilisierung an. Heute, in einer unübersichtlich gewordenen, vernetzten Welt, stellt sich die Frage nach seiner Bedeutung neu. Wie hat sich das Verständnis von Solidarität durch virtuelle Beziehungen verändert? Haben sich die Grundbedingungen für Solidarität verschoben? Ist global verantwortliches Handeln möglich?

 

Zusammen mit den eineiigen Zwillingspaaren Chiku und Chito Lwambo aus der Demokratischen Republik Kongo sowie Megan und Jessica Kennedy aus Irland forscht die Choreografin Gudrun Lange nach Gemeinsamkeit und Individualität, nach dem Zusammenhalt zwischen Frauen und Männern und innerhalb der Familie. Ausgehend vom angeborenen Expertenwissen der vier Tänzerinnen und Tänzer in Sachen Verbundenheit entspinnt sich eine choreografische Forschungsreise über persönliche und universelle Formen der Solidarität, auf der Suche nach einem kollektiven Ganzen, das den Einzelnen nicht ausblenden will.

 

Eine Veranstaltung von tanz lange in Kooperation mit der Akademie der Künste der Welt

 

Tanzperformance
Do, 27.11.2014 / 20:00 (Premiere)
Fr, 28.11.2014 / 20:00
Sa, 29.11.2014 / 20:00
Ort: studiobühneköln, Universitätsstraße 16 a, 50937 Köln
Eintritt: 15 € / 7 €

 

 

Weitere Aufführungen: 

 

Mi, 3.12.2014 / 20:00
Do, 4.12.2014 / 20:00
Ort: FFT Juta, Kasernenstraße 6, 40213 Düsseldorf


Sa, 6.12.2014 / 20:00
Ort: Ringlokschuppen Ruhr, Am Schloß Broich 38, 45479 Mülheim an der Ruhr

]]>
event Startseite Thu, 01 Jan 1970 16:51:28 +0100
PLURIVERSALE I http://archive.academycologne.org/index.php?id=2&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=289&cHash=b4ebea0d3890f6db7c30c746a5a4e18e PLURIVERSALE I 3. Oktober bis 29. November 2014 Verschiedene Orte in Köln, Deutschland Die Akademie der Künste der Welt in Köln lädt Sie sehr herzlich zur ersten Ausgabe der PLURIVERSALE ein, ihr neues – zweimal jährlich stattfindendes –...

]]> PLURIVERSALE I


3. Oktober bis 29. November 2014

 

Verschiedene Orte in Köln, Deutschland 


Die Akademie der Künste der Welt in Köln lädt Sie sehr herzlich zur ersten Ausgabe der PLURIVERSALE ein, ihr neues – zweimal jährlich stattfindendes – interkulturelles und interdisziplinäres Veranstaltungscluster. 

 

Die Akademie ist ein virtuelles Kollektiv von Kunstproduzenten aus verschiedenen Disziplinen und unterschiedlichen Kontinenten. Als kulturelle Institution und Produktionsplattform in der Stadt Köln, hat sie das Ziel, interkulturelle und dekolonisierende Politiken der Kunst anzustoßen. Sie operiert jenseits der romantischen Idee des Multikulturalismus und fördert alternative Wege des Denkens und Handelns unter zunehmend brisanter werdenden globalen Bedingungen. 

 

Zweimal im Jahr, jeweils für einen Zeitraum von zwei Monaten im Herbst und Frühjahr, findet die PLURIVERSALE statt. Mit ortsbezogenen Projekten, Ausstellungen und Konzerten, Diskussionen, Filmvorführungen und performativen Symposien stellt sie eine Alternative zu den üblich gewordenen Rhythmen der Biennalen und deren Narrativen - die oft universalistisch und doch gleichermaßen relativistisch ausfallen. Der Name des Programmformats bezieht sich auf das Konzept der Pluriversalität, wie es von Enrique Dussel, Walter D. Mignolo und anderen Denkern aus dem Kontext der Postcolonial Studies vorgeschlagen wurde. Sie beruht auf der Idee, dass keine universalistische, sondern eine „pluriversale“ Weltsicht notwendig ist, die von geteilten Geschichten und Kosmologien ausgeht und deren wechselseitige Beziehungen durch das koloniale Machtdifferential reguliert werden. In diesem Sinne kann PLURIVERSALE als eine Plattform verstanden werden, die ein vereinheitlichendes Narrativ zurückweist, zugunsten einer kritischen Zusammenführung verschiedener „Welten“, die vorwiegend verbunden sind durch ihre kritische und widerständige Haltung gegenüber der Machtverteilung einer einzelnen Moderne und ihres universalen Anspruchs. 

 

 

PROGRAMM DER PLURIVERSALE I

 

Der Klang der imaginären Heimat
Kuratiert von Mark Terkessidis, organisiert von Run United Music
3.-5.10.2014
Orte: Stadtgarten, Depot I, King Georg

 

URXX – Ultra-red 1994-2014: Second encounter
10./14.10.2014
Ort: King Georg

 

The Mount of Hercules
Eine Installation von Yochai Avrahami
16.-20.10. 2014
Ort: Herkulesberg

 

Berichte an eine Akademie
Nicht-akademisches Symposium,
performativ oder anders

Konzept und Präsentation von Ekaterina Degot und David Riff
Mit Haig Aivazian, Yochai Avrahami, Christian von Borries, Keti Chukhrov, Gabriel Dharmoo, Fadlabi and Lars Cuzner, Hu Fang, Felix Klopotek, Our Literal Speed, Uriel Orlow, Manuel Pelmus und Alexandra Pirici, Milo Rau, Naomi Rincón Gallardo, Jalal Toufic, Stefan Weidner und anderen.

17.-19. Oktober 2014
Ort: Kölnischer Kunstverein, Hahnenstraße 6, 50667 Köln u.a.

 

Ocotepec Odyssey
Sci-fi Volksgeschichten von Naomi Rincón Gallardo*
Installation, Performance und Retrospektive von mexikanischen Science Fiction-Filmen der 60er
25.-28.10.2014
Ort: Filmhauskino, Maybachstr.111, 50670 Köln

 

Von der Konkubine zur Wanderarbeiterin? 
Frauen in China

Kolloquium kuratiert von Tienchi Martin-Liao & Stefan Kramer
7.-8. November 2014 (18-22 Uhr)
Ort: Fritz-Thyssen Stiftung, Apostelnkloster 13-15, 50672 Köln

 

Solidarité! Solidarität! Solidarity!
Tanzperformance von tanz lange
27.– 29.11.2014 in Köln
Ort: Studiobühne, Köln

 

The Forest and The School: Where to sit at the dinner table?
Das Konzept der antropofagia in Brasilien und seine philosophische, ökologische und kosmopolitische Bedeutung

Ein Projekt von Pedro Neves Marques.
Podiumsdiskussion, Buchpräsentation einer Anthologie (Archive Books und the Akademie der Künste der Welt) und Filmprogramm.
27.-29.11.2014

 

The Incidental Insurgents Pt.2: Unforgiving Years
Ein Projekt von Ruanne Abou-Rahme und Basel Abbas
4-29 November 2014

 

Das vollständige Programm der PLURIVERSALE I wird in Kürze veröffentlicht. 

]]>
event Startseite Thu, 01 Jan 1970 18:21:04 +0100
The Incidental Insurgents Pt. 2: Unforgiving Years http://archive.academycologne.org/index.php?id=2&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=307&cHash=6cb44a2d9c72f7c8b0f90f06e7e01a51 Ein Projekt von Ruanne Abou-Rahme and Basel Abbas

]]>]]> PLURIVERSALE I 

 

THE INCIDENTAL INSURGENTS PT. 2:
UNFORGIVING YEARS


Ein Projekt von Ruanne Abou-Rahme und Basel Abbas
 

 

5-29 November 2014

 

Öffnungszeiten: Mo-Fr 14:00 - 18:00 / Do 14:00 - 20:00 / Sa/So 12:00 - 18:00. 

 

Führungen: Do 18:00 / Sa 16:00 / So 14:00
Anmeldung unter reservation@academycologne.org

 

Ort: Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, 50670 Köln, Hausmeisterwohnung, 3 €

 

We are believing and dis-believing
We are in the midst of the not yet material
Or perhaps the already determined
Inhabiting a time of radical potentiality and its collapse
In search of a new language
In need of this
Always on the verge
Always becoming and yet…

 

Die Ausstellungstrilogie The Incidental Insurgents („Die zufälligen Rebellen“) ist eine audiovisuelle Recherche- und Installationsarbeit von Ruanne Abou-Rahme und Basel Abbas. Mittels fiktionaler und dokumentarischer Fragmente wird eine vielschichtige Erzählung von historischen Außenseiterfiguren konstruiert, in der sich die Suche nach einer neuen politischen „Sprache des Moments“ in Zeiten politischer Desillusionierung entfaltet. Das gesammelte Material aus Texten, Bildern, Objekten und Sounds verdichtet sich zu einem audiovisuellen Skript, in dem die historischen Figuren in unzähligen Formen und Charakteren fiktional wiederkehren.

 

Im ersten Teil der Ausstellung, The Part about The Bandits (2012), begeben sich Abou-Rahme und Abbas auf die Spurensuche nach vier scheinbar disparaten Leben politischer Grenzgänger: dem Anarchisten Victor Serge und seinen Anhängern der Bonnot-Bande im Paris 1910er Jahre; Abu Jildeh und Arameet, die am Aufstand gegen die Briten im Palästina der 1930er Jahre beteiligt waren; dem Künstler als exemplarischen Bandit in Roberto Bolaños Roman Die wilden Detektive und dem Leben des Künstlerpaares selbst in ihrer Heimat Palästina. Anhand der ausgewählten Figur des „Banditen“, weitgehend als kriminelle Existenz von der Geschichtsschreibung ausgeschlossen, erzählen die Künstler eine alternative, translokale Version der Geschichte von politischem Widerstand und Abnormität. Denn oftmals agieren Banditen oder Rebellen an einer Grenze zwischen dem Politischen und dem Illegalen.

 

Der Titel des zweiten Teils, der in Köln gezeigt wird, The Unforgiving Years (2014), nimmt Bezug auf den gleichnamigen autobiographischen Roman des frühen Anarchisten und Schriftstellers Victor Serge. Thematisiert wird das Nachleben desillusionierter Revolutionäre in Russland vor und während des Zweiten Weltkriegs. Serge selbst verarbeitet die Ernüchterung über die Zerschlagung der innerparteilichen Oppositionsgruppe der russischen Kommunisten in seinen Schriften und knüpft damit an eine „Poetik des Scheiterns“ im Sinne Roberto Bolaños an. Beide stehen exemplarisch für einen Künstlertypus, der nach der politischen Partizipation und Verantwortung der Kunst fragt. Hiervon ausgehend reflektieren Abou-Rahme und Abbas in ihrer audiovisuellen Installation, die einer überhöhten Version des Künstlerateliers gleicht, kritisch über die Verschiebung der eigenen Position als KünstlerIn und hinterfragen introspektiv künstlerische und politische Praktiken.

 

Von der Ernüchterung im arabischen Frühling beeinflusst, fragen sich Ruanne Abou-Rahme und Basel Abbas wie sich ein Scheitern der Aufständischen zu einer alternativen politischen Sprache und Vorstellungskraft transformieren lässt. Erzählt wird die weitere Entwicklung und das Nachleben der vorgestellten Rebellen, deren Wege den Besucher an vergangene, oft obskure Orte führen: So zum Beispiel in das politische Verlagshaus von Abou-Rahmes Vater, ein avantgardistischer Kreis politischer Intellektueller im Jerusalem der 1970er Jahre. Schon in diesem Kreis wurde Abu Jildeh nach fast 40-jähriger Vergessenheit wiederentdeckt, bevor er schließlich im politischen Gehör von Abou-Rahmes und Abbas Ausstellungstrilogie widerhallt. Unzählige Bilder aus jahrelanger Recherchearbeit, darunter Filmstills, Abbildungen aus dem Internet oder aus Zeitungsausschnitten sowie Zeichnungen von Tawfik Abou-Rahme werden zu einem dreidimensionalen Archiv in der alten Hausmeisterwohnung der Alten Feuerwache montiert. Zwei sound-aufgeladene Kurzfilme komplementieren die Installation zu einem audiovisuellen Imageskript.

 

Mit ihrer Arbeit legen Abou-Rahme und Abbas das jeweils Nicht-Sagbare im Kontext der gesellschaftlichen Verhältnisse der benannten historischen Figuren frei, um Brüche aufzuspüren, die eine Sprache jenseits einer aus Desillusionierung herrührenden Passivität ermöglichen. Dabei ist selbst die Geschichte des Ausstellungsortes, der Alten Feuerwache, zutiefst mit der Frage nach der politischen Anschlussfähigkeit von linken Bewegungen verknüpft. Für die Besucher der Ausstellung gilt es somit, sich auf die Suche nach verlorenen oder verpassten Möglichkeiten der Geschichte zu begeben – und zwar ganz im Sinne der Rebellen selbst: Als aktiv handelnde Grenzgänger zwischen der zerbrochenen Realität und einem noch zu ergründenden Imaginierten, das den Horizont für alternative Ausdrucksformen des Politischen öffnet.

 

See the breaks as openings
They enter where they do not know
Moments that seem to leave nothing behind
Nothing but the spectral connections
To be anonymous
To reappear as another figure
To have many returns

 

Biografie von Ruanne Abou-Rahme und Basel Abbas

]]>
event Startseite Thu, 01 Jan 1970 17:00:00 +0100
Von der Konkubine zur Wanderarbeiterin? Frauen in China http://archive.academycologne.org/index.php?id=2&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=301&cHash=86eea3fca46df60a44508cb35aca06f7 Kolloquium kuratiert von Tienchi Martin-Liao und Stefan Kramer

]]>]]> PLURIVERSALE I

 

VON DER KONKUBINE ZUR WANDERARBEITERIN?
FRAUEN IN CHINA
7/8 11 2014
KOLLOQUIUM MIT KÜNSTLERISCHEM RAHMENPROGRAMM

 

Eine Veranstaltung der Kölner Akademie der Künste der Welt und des Ostasiatischen Seminars (Bereich Kultur Chinas) der Universität zu Köln 

 

Ort: Fritz Thyssen Stiftung, Apostelnkloster 13–15, 50672 Köln
Eintritt: 2 Tage 14 € / 10 €, 1 Tag 8 € / 6 € 

 

Als Mao Zedong mit seiner viel zitierten Äußerung “Die Frauen können die Hälfte des Himmels tragen” die Befreiung der chinesischen Frauen aus ihren jahrtausendealten Fesseln, ihrer sozialen Unterordnung und Abhängigkeit im patriarchalen kulturellen und politischen System Chinas verkündigte, wurde dies zum Vorbild zahlreicher postkolonialer Entwicklungen und zum Kampfruf der Frauenbewegungen in aller Welt.

 

In Wirklichkeit leitete dieser Satz schon im frühen revolutionären China Maos eine Entwicklung ein, die Frauen aus ihren häuslichen Verhältnissen heraus in die industrielle Produktion und Landwirtschaft bringen und an der militärischen Wiedererstarkung des jungen Nationalstaates beteiligen sollte.

 

Unter den Bedingungen eines sich zusehends an globale Prozesse anpassenden Chinas stellt sich heute erneut die Frage nach der tatsächlichen Rolle und Stellung der Frau und Weiblichkeit in China. In der chinesischen Gegenwart ist die Frau in Politik und Wirtschaft zwar nach wie vor nur wenig sichtbar. In allen gesellschaftlichen Bereichen sind Frauen jedoch präsent und haben Akzente setzen können, welche die Gesellschaft mehr verändert haben, als gemeinhin sichtbar wird. 

 

Das Kolloquium „Von der Konkubine zur Wanderarbeiterin?“ beschäftigt sich mit der Frage nach der Rolle und Stellung der Frauen in der gegenwärtigen chinesischen Gesellschaft sowie ihrer historischen Herleitung und wagt einen Ausblick auf die Zukunft Chinas und seiner Frauen. Neben internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Künstlerinnen kommen auch Frauen zu Wort, die das Publikum an ihren Erfahrungen teilhaben lassen und ihnen den Alltag der Frauen in China näherbringen werden. Die zweitägige Veranstaltung wird durch ein künstlerisches Rahmenprogramm chinesischer Musikerinnen und Dichterinnen abgerundet. 

 

Leitung: Tienchi Martin-Liao, Mitglied der Akademie der Künste der Welt, und Prof. Dr. Stefan Kramer, Lehrstuhl für Kultur Chinas, Universität zu Köln
Projektkoordination: Ulrike Traub, Cheng Mo, Anna Kallage, Melanie Räuschel
Kontakt: tienchimartin@gmail.com, loismocheng@gmail.com

 

Von der Konkubine zur Wanderarbeiterin? Frauen in China ist eine Kooperation der Akademie der Künste der Welt mit dem Ostasiatischen Seminar (Bereich Kultur Chinas) der Universität zu Köln und Teil des Herbstprogramms der Akademie PLURIVERSALE I

 

 

PROGRAMMÜBERSICHT (Chinesisch)

 

FR 7 11 2014

 

18:00
Musik-Auftakt (Instrument Guzheng): Li Juefei

 

18:10
Begrüßung: Ekaterina Degot, Tienchi Martin-Liao, Prof. Stefan Kramer

 

18:20
MANAGERIN, KONKUBINE UND WANDERARBEITERIN

Podiumsdiskussion mit: Qin Liwen (Wissenschaftlerin/Journalistin, Berlin), Zeng Jinyan (Autorin, Hongkong), Dr. Astrid Lipinsky (Sinologin, Universität Wien)
Moderation: Tienchi Martin-Liao (Autorin, Akademie-Mitglied, Köln)
Dolmetscherin: Su Xiaoqin
Weitere Informationen...

 

20:00-20:30
Pause

 

20:30-21:50
DARK ROAD-ELEGIE UND TOCHTER DER KLEINEN INSEL

Lesungen des Schriftstellers Ma Jian (London) und Dichterin Huang Gang (Taiwan). Diskussionsrunde, Moderation: Sabine Peschel (Sinologin/ Journalistin, Köln), Lesung: Anna Kozikowski (Mitglied Junge Akademie der Künste der Welt), Dolmetscherin: Tienchi Martin-Liao

Weitere Informationen...

 

21:50-22:00
Musik zum Abschluss des Abends: Li Juefei

 

 

SA 8 11 2014

 

18:00
MEDIENLANDSCHAFT IN CHINA

Podiumsdiskussion mit: Bei Ling (Dichter/Verleger, Taipei), Su Yutong (Journalistin/Bloggerin, Bonn), Moderation: Prof. Stefan Kramer (Lehrstuhl Kultur Chinas, Universität zu Köln), Dolmetscherin: Tienchi Martin-Liao

Weitere Informationen...

 

19:30-20:00
Pause

 

20:00-22:00
TROSTFRAUEN – FRAUEN ALS KRIEGSOPFER

Film Screening „Gai Shanxi und ihre Schwestern”, 2007, Regie: Ban Zhongyi (Tokio) (ca. 40 min.). Podiumsdiskussion mit: Ban Zhongyi, Gabriela Mischkowski (Mitbegründerin von Medica Mondiale, Köln), Moderation: Karin Fischer (Journalistin, Köln), Dolmetscherin: Su Xiaoqin

Weitere Informationen...

 

Alle Veranstaltungen finden in deutscher und chinesischer Sprache statt.

 

 

BIOGRAFIEN DER TEILNEHMER

]]>
event Startseite Thu, 01 Jan 1970 16:47:12 +0100
Ocotepec Odyssey http://archive.academycologne.org/index.php?id=2&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=299&cHash=411bc76ccbad7344029a892faafddc57 PLURIVERSALE I OCOTEPEC ODYSSEY Science-Fiction-Folktales von Naomi Rincón Gallardo* Installation, Performance und Retrospektive mexikanischer Science-Fiction-Filme der 1960er Jahre 25.-28.10.2014 Filmhauskino, Maybachstraße 111, 50670...

]]>]]> PLURIVERSALE I

 

OCOTEPEC ODYSSEY

 

Science-Fiction-Folktales von Naomi Rincón Gallardo*

Installation, Performance und Retrospektive mexikanischer Science-Fiction-Filme der 1960er Jahre

 

25.-28.10.2014

Filmhauskino, Maybachstraße 111, 50670 Köln 

 

 

Ocotepec Odyssey ist ein transdisziplinäres Rechercheprojekt über radikale soziale Praktiken und Ideen, die im Mexiko der 1960er/70er Jahre den Fortschrittsglauben hinterfragten. Der Titel bezieht sich auf eine Kleinstadt im mexikanischen Bundesstaat Morelos, deren ursprüngliche Gemeinschaftlichkeit den Philosophen und nonkonformistischen katholischen Priester Ivan Illich inspirierte. Er gründete in Cuernavaca das Zentrum CIDOC, einen Versammlungsort für radikale Intellektuelle aus aller Welt, die die Axiome des modernen Denkens hinterfragten und ihnen Alternativen aus der Befreiungstheologie entgegensetzen. Ocotepec Odyssey ist wie eine Reise durch populäre feministische Pädagogik und experimentelle Gruppentherapien mit einheimischen Halluzinogenen. Es fiktionalisiert die Geschichten rund um Illich und das CIDOC in einer nichtlinearen Erzählung. Ein sonderbarer, galaktischer Axolotl warnt uns vor den kontraproduktiven Auswirkungen der Moderne, während ein Transgender-Priester eine Messe liest und die Föten-Mönche in den Schlaf lullt.

 

 

Performance, Konzert 
OCOTEPEC ODYSSEY
Sa, 25.10.2014 / 20:00 
Naomi Rincón Gallardo, Marie Strauss
Special Guest: LIA LA NOVIA

 

Installation
OCOTEPEC ODYSSEY
Sa, 25.10.2014 / 20:00 
So, 26.10.2014 / 15:00 – 22:00 
Mo, 27.10.2014 / 15:00 – 16:30, 18:30 – 22:00 
Di, 28.10.2014 / 17:30 – 23:00 

 

Film Screening
PLANET DER WEIBLICHEN EINDRINGLINGE /
EL PLANETA DE LAS MUJERES INVASORAS
Sa, 25.10.2014 / 22:30 
Regie: Alfredo B. Crevenna, 1966, Mexiko, Spanisch mit engl. Untertiteln, 86 Min.
 
Installation, Performance, Konzert, Film Screening / Sa, 25.10.2014 / 5 €

 

Die schönen, aber herzlosen Frauen des Planeten Sibila sind durch das blendende Licht auf der Oberfläche ihres Planeten gezwungen, im Untergrund zu leben. Daraufhin planen sie, auf die Erde zu reisen. Um dort überleben zu können, brauchen sie jedoch eine menschliche Lunge. So machen sie sich zielstrebig auf den Weg zur Erde, entführen eine Gruppe unschuldiger Erdbewohner und machen sie zu Opfern ihrer Experimente.

 

Film Screening
DAS MONSTERSCHIFF /
LA NAVE DE LOS MONSTRUOS
So, 26.10.2014 / 20:00 
Regie: Rogelio A. González, 1960, Mexiko, Spanisch mit engl. Untertiteln, 81 Min.
Eintritt: 5 €

 

Zwei Frauen von der Venus werden auf eine Reise geschickt; sie sollen männliche Wesen suchen, mit denen sie ihre Bevölkerung vergrößern können. Zusammen mit ihrem Roboter machen sie sich auf den Weg durch die Galaxie, um hilflose Männer zu finden. Auf ihrer Reise schließen sich der Gruppe nach und nach bizarre Kreaturen an, darunter eine winzige Gestalt mit freiliegendem Gehirn, ein riesiges einäugiges Monster, eine Spinne und ein eigenartiges Knochenwesen.

 

Film Screening
DER EROBERER DES MONDES /
EL CONQUISTADOR DE LA LUNA
Mo 27.10.2014 / 20:00 
Regie: Rogelio A. Gonzáles, 1960, Mexiko, Spanisch mit engl. Untertiteln, 80 Min.
Eintritt: 5 €

 

Ein Raumschiff mit zwei Personen an Board wird aus Versehen in Richtung Erde abgeschossen und landet sicher auf dem Mond. Auf einem Rundgang durch die Mondlandschaft entdecken die beiden eine seltsame Kammer, die sie wie ein Aufzug in den Untergrund bringt. Dort treffen sie auf Mondbewohner, die menschenartigen Fischen ähneln und von einem gigantischen Gehirn regiert werden, das Teleportation beherrscht.

 

Film Screening
DIE ASTRONAUTEN /
LOS ASTRONAUTAS
Di, 28.10.2014 / 18:00 
Regie: Miguel Zacarías, 1964, Mexiko, Spanisch mit engl. Untertiteln, 85 Min.
Eintritt: 5 €

 

Der Planet Venus wird von Frauen regiert. Der Verband der Unterdrückten Ehemänner will den Männern die Macht zurückgeben und droht mit Streik. Das weibliche Oberhaupt der Venus behauptet jedoch, dass eine männliche Regierung nur zu Krieg und Chaos führen werde. Um das zu beweisen, schickt sie zwei venussche Frauen auf eine Mission: Sie sollen zwei männliche Erdbewohner aussuchen, an deren Beispiel gezeigt werden könne, dass Männer auf der Venus nicht wirklich gebraucht werden.

 

*Stipendiatin der Jóvenes Creadores 2012-2013 des Fondo Nacional Para la Cultura y las Artes, Mexiko.

]]>
event Startseite Thu, 01 Jan 1970 16:42:56 +0100
The Mount of Hercules http://archive.academycologne.org/index.php?id=2&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=295&cHash=21aef724fba0b4a1f47bff62d0fe0bd7 Eine Installation von Yochai Avrahami

]]>]]> PLURIVERSALE I

 

THE MOUNT OF HERCULES

EINE INSTALLATION VON YOCHAI AVRAHAMI 

 

16.-20.10. 2014


Ort: Herkulesberg, 50670 Köln, 3 €

 

Als Köln nach dem Zweiten Weltkrieg in Trümmern lag, wurde der Schutt zu künstlichen Bergen aufgehäuft. Der größte dieser Berge wurde zu dem als Herkulesberg oder „Mont Klamott” bekannten Wahrzeichen, und es gab Pläne, ihn in eine Gedenkstätte umzuwandeln. Hier sollte eine Skulptur von Gerhard Marcks aufgestellt werden, der kurz zuvor im Jahr 1949 in der Kölner Kirche St. Maria im Kapitol seine Statue Die Trauernde realisiert hatte, die allen Opfern des Krieges gewidmet war. Mit seiner ortsspezifischen Installation setzt sich der Künstler Yochai Avrahami aus Tel Aviv kritisch mit einer solchen staatlich geförderten Gedenkkultur und ihren universalisierenden Ansprüchen auseinander, wobei er sich auch auf jüngere Debatten über die Archäologische Zone und das Jüdische Museum in Köln bezieht.

 

Eine Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Bitte melden Sie sich mit dem Betreff „Herkulesberg Datum /Uhrzeit” unter reservation@academycologne.org an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. 

Do 16 10 2014 / 19:00 (in englischer Sprache, ausgebucht)
Fr 17 10 2014 / 23:00 (in englischer Sprache)
Sa 18 10 2014 / 21:00 (dt.)
Sa 18 10 2014 / 22:00 (dt.)
So 19 10 2014 / 22:00 (dt.)
Mo 20 10 2014 / 22:00 (dt.)


Treffpunkt 10 Minuten vor Beginn: Akademie der Künste der Welt, Im Mediapark 7, 50670 Köln

 

Gespräch
GEGEN DIE FETISCHISIERENDE
MUSEALISIERUNG DER ERINNERUNGSKULTUR
Do 16 10 2014 / 21:00

 

Öffentliche Diskussion mit: Yochai Avrahami, Dr. Werner Jung (Direktor des NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln), Natalie Bayer M.A. (Georg-August-Universität Göttingen) und Dogan Akhanli (Schriftsteller).

 

In deutscher Sprache. Weitere Informationen.

 

Ort: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Appellhofplatz 23 – 25, 50667 Köln 

]]>
event Startseite Thu, 01 Jan 1970 16:34:24 +0100
Berichte an eine Akademie http://archive.academycologne.org/index.php?id=2&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=297&cHash=a0223a49dec242201d2cf096fdb41c04 Nicht-akademisches Symposium, performativ oder anders

]]>]]> PLURIVERSALE I

 

BERICHTE AN EINE AKADEMIE

NICHT-AKADEMISCHES SYMPOSIUM, PERFORMATIV ODER ANDERS

 

Concept & Presentation: Ekaterina Degot & David Riff


with Haig Aivazian, Yochai Avrahami, Christian von Borries, Keti Chukhrov, Gabriel Dharmoo, Fadlabi & Lars Cuzner, Tom Holert, Hu Fang, Felix Klopotek, Uriel Orlow, Our literal speed , Manuel Pelmus & Alexandra Pirici, Milo Rau, Naomi Rincón Gallardo, Jalal Toufic, Stefan Weidner and others


Venue: Kölnischer Kunstverein, Hahnenstrasse 6, 50667 Cologne and other locations

Symposium (3 days) 15€, Fri 5€, Sat 8€, Sun 8€

  

Berichte an eine Akademie ist ein nichtakademisches und betont theatralisches dreitägiges Symposium mit performativen Vorträgen, visionären Präsentationen, Stegreif-Dialogen, Musikstücken sowie speziellen „Konferenzchoreografien“. Das Symposium hinterfragt akademische Formate der Repräsentation und deren Art und Weise, Identität herauszustellen und die „globalen Bedingungen“ zu formulieren. Der Titel bezieht sich auf Franz Kafkas Kurzgeschichte (die während des Symposiums von Uriel Orlow performt werden wird) über einen Affen, der einer akademischen Kommission einen Bericht über seine eigene Menschwerdung vorlegt. Künstler, Musiker, Filmemacher, Autoren und Tänzer befinden sich heute oftmals in einer ähnlichen Position: Sie stehen vor der Wahl zwischen dem Käfig im Zoo und der Erfüllung der Erwartungen des Publikums in einem Varieté. Wie Kafkas Figur neigen sie zur performativen Option; ihre „Berichte“ über die Komplexität der Conditio humana in der heutigen planetarischen Welt erzählen die Geschichte ihres eigenen postidentitären Zustands und bergen das Versprechen einer völlig anderen, pluralistischen und nichtrepressiven Akademie, die einen Raum für Debatten mit dem Publikum schafft.

 

Im Laufe des Symposiums werden wir das Phänomen des menschlichen Zoos vom 19. Jahrhundert bis heute untersuchen. Fiktionale und dokumentarische Erzählungen führen das Publikum aus dem ehemals jüdischen Lemberg in das vormals palästinensische Ostjerusalem und zurück; von dem New Yorker Hotelzimmer, wo sich die groteske Episode mit Dominique Strauss-Kahn zutrug, in ein sehr viel kleineres Zimmer in Hongkong, in dem sich Edward Snowden oder jemand, der diesem sehr ähnlich sieht, versteckt hielt. Womöglich treffen wir auf Menschen, die „nicht einmal“ Flüchtlinge sind und in einem Kriegsgebiet zu überleben versuchen oder wir finden uns gar inmitten eines Lexikons der Lügen wieder.

  

In deutscher und englischer Sprache, teilweise mit deutscher Übersetzung. 

 

PROGRAMM DES SYMPOSIUMS

 

FR 17 10 2014 (Detailprogramm)

 

19:00 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
EINFÜHRUNG VON EKATERINA DEGOT UND DAVID RIFF

 

19:15 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
Decoy: A Report to an Academy
von Uriel Orlow

 

19:45 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
ANTHROPOLOGIES IMAGINAIRES
von Gabriel Dharmoo

 

20:30 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
STEP HIGH, STOOP LOW, AND LEAVE YOUR DIGNITY OUTSIDE
von Fadlabi und Lars Cuzner

 

23.00 / Mediapark – Herkulesberg
THE MOUNT OF HERCULES
Eine ortsspezifische Lecture-Performance von Yochai Avrahami(nur mit Anmeldung)

 

SA 18 10 2014 (Detailprogramm)

 

11:00 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
Fantastische Geschichten von der Befreiung Galiziens.
Roman Rosdolsky: Last Man Standing
von Felix Klopotek

 

12:00 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
DIE TRÜGERISCHE ARCHÄOLOGIE DER ERINNERUNG:
ALS DEUTSCHER IN DER UKRAINE HEUTE
von Stefan Weidner 

 

13:00 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
UNMADE FILM: THE PROPOSAL
von Uriel Orlow

 

14:00-15:00 Pause

 

15.00 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
TO NEITHER CONFIRM NOR DENY THAT THE MATTER NEITHER REFLECTED NOR ABSORBED LIGHT
von Haig Aivazian

 

16:00 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
TURBULENCE (SNOWDEN)
von Hu Fang

 

19:00 / Im Mediapark, Haus 6, Foyer
EIGENDEKOMPOSITION AND OTHER FEEDS
von Christian von Borries

 

SO 19 10 2014 (Detailprogramm)


11:00 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
OUR LITERAL SPEED
produziert von Our Literal Speed

 

11:30 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
NOT EVEN DEAD
von Keti Chukhrov

 

12:15–12:45

 

12:45 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Saal
THE DANCER’S TWO BODIES
von Jalal Toufic

 

13:30–15.00 Pause

 

15:00 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Halle
KÜNSTLERISCHE HANDLUNGSFÄHIGKEIT IN ZEITEN GLOBALER KATASTROPHE
Podiumsdiskussion mit Yochai Avrahami, Tom Holert, Milo Rau
Moderiert von Ekaterina Degot und David Riff

 

16:00 Q&A

 

16:30–17:00 Pause

 

17:00 / Kölnischer Kunstverein, Riphahn-Halle
EIN GESPRÄCH ÜBER PERFORMANCE – VOM ZOO INS VARIETÉ
Mit Keti Chukhrov, Anja Dorn, Matthew Jesse Jackson, Manuel Pelmus, Alexandra Pirici

 

18:30 Q&A 

]]>
event Startseite Thu, 01 Jan 1970 16:38:40 +0100
GEGEN DIE FETISCHISIERENDE MUSEALISIERUNG DER ERINNERUNGSKULTUR http://archive.academycologne.org/index.php?id=2&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=316&cHash=78471f997dd8358ba8677451b6169706 Salon No. 28

]]>]]> PLURIVERSALE I 

 

Salon No. 28

GEGEN DIE FETISCHISIERENDE MUSEALISIERUNG DER ERINNERUNGSKULTUR

 

DO 16 10 2014 / 21:00

 

Ort: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Appellhofplatz 23 – 25, 50667 Köln

 

Öffentliche Diskussion mit Yochai Avrahami, Dr. Werner Jung (Direktor des NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln), Natalie Bayer (Georg-August-Universität Göttingen) und Dogan Akhanli (Schriftsteller). Moderation: Peter Scheiffele (Akademie der Künste der Welt, Köln).

 

In deutscher Sprache

  

Es gehört zum festen Bestandteil globaler Erinnerungskultur mit Gedenktagen, Gedenkstätten, Mahnmalen, Skulpturen oder musealer Ausstellungspraxis an von Menschen in der Geschichte begangene Gräueltaten zu erinnern. Doch die unterschiedlichen Repräsentationsformen und Darstellungsweisen haben wiederum unterschiedliche Funktionen und Effekte in den diversen nationalstaatlichen Kontexten. In Ländern mit stark ausgeprägten und institutionalisierten Erinnerungskulturen scheint sich das Gedenken in Riten, moralischen Appellen oder Pathosformeln zu erschöpfen – es wird gar eine institutionalisierte Schein-Erinnerung gepflegt, die Geschichte eher (wieder) zu verdrängen hilft als kritisch zu verarbeiten. In anderen Ländern wiederum werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit nach wie vor mit rigorosem Schweigen belegt, geleugnet oder ins Unkenntliche verfälscht. Angesichts dieser komplexen Problematik diskutieren der Künstler Yochai Avrahami, der Historiker Dr. Werner Jung, die Migrationsforscherin Natalie Bayer und der Schriftsteller Dogan Akhanli, welche künstlerischen und museumspädagogischen Lehren zu ziehen sind und welche Formen der Darstellung und musealer Ausstellungspraxis ein kritisches Geschichtsbewusstsein befördern können.

 

Dr. Werner Jung ist Historiker und seit 2002 Leiter des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln. Neben verschiedenen historischen Studien zu Köln veröffentlichte er Schriften zum Nationalsozialismus, darunter auch eine Studie zur Rolle der Kölner Polizei während des Nazi-Regimes. Zuletzt fungierte er als Herausgeber des Bandes „Wände, die Sprechen. Die Wandinschriften im Kölner Gestapogefängnis im EL-DE-Haus”.

 

Dogan Akhanli ist ein in der Türkei geborener Schriftsteller und Aktivist. Seit Mitte der 90er Jahre lebt und arbeitet er als Schriftsteller in Köln. Seitdem hat er sich in Romanen wie etwa „Die Richter des jüngsten Gerichts”, aber auch Aufsätzen und weiteren Projekten immer wieder für einen wahrhaftigen Umgang mit historischer Gewalt und für die Unteilbarkeit der Menschenrechte eingesetzt. Schwerpunkt seines zivilgesellschaftlichen Engagements ist das Gedenken an die Genozide des 20. Jahrhunderts.

 

Natalie Bayer lebt und arbeitet in München. Sie ist Migrations- und Museumswissenschaftlerin und arbeitet als freie Kuratorin, u.a. für das Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration“ oder für die Ausstellung „Movements of Migration”. Derzeit arbeitet sie an einer wissensanthropologischen Studie, die sich mit der Musealisierung der Migration in kulturhistorischen Museen auseinandersetzt.

 

Yochai Avarhami ist Künstler und lebt und arbeitet in Tel Aviv. In seiner Kunst arbeitet er vornehmlich mit Installationen, Videos oder Skulpturen. Seit einigen Jahren erforscht und hinterfragt er aus künstlerischer Perspektive die Aus- und Darstellungsweisen von Bildern in Militärmuseen, in Gedenkstätten des Grauens und in Besucherzentren.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes The Mount of Hercules von Yochai Avrahami statt, das Teil des Herbstprogramms der Akademie der Künste der Welt PLURIVERSALE I ist. Mit seiner ortsspezifischen Installation setzt sich der Künstler aus Tel Aviv kritisch mit einer staatlich geförderten Gedenkkultur und ihren universalisierenden Ansprüchen auseinander, wobei er sich auch auf jüngere Debatten über die Archäologische Zone und das Jüdische Museum in Köln bezieht. Die Installation kann nur im Rahmen einer Führung besucht werden. Diese finden statt an folgenden Terminen: 

 

Do 16 10 2014 / 19:00 (in englischer Sprache)

Fr 17 10 2014 / 23:00 (in englischer Sprache)

Sa 18 10 2014 / 21:00 (dt.)

Sa 18 10 2014 / 22:00 (dt.)

So 19 10 2014 / 22:00 (dt.)

Mo 20 10 2014 / 22:00 (dt.)

 

Bitte melden Sie sich mit dem Betreff „Herkulesberg Datum /Uhrzeit” unter reservation@academycologne.org an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier

  

]]>
event Startseite Tue, 14 Oct 2014 13:45:00 +0200
URXX – Ultra-red 1994–2014: Second encounter http://archive.academycologne.org/index.php?id=2&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=293&cHash=274c9370f7110c6a259464e57c04ecb6 PLURIVERSALE I URXX – ULTRA-RED 1994-2014: SECOND ENCOUNTER 10./14.10.2014 Ort: King Georg Dem 1994 gegründeten internationalen Klangkunstkollektiv Ultra-red gehören Künstler, Forscher und Aktivisten aus unterschiedlichen sozialen...

]]>]]> PLURIVERSALE I 

URXX – ULTRA-RED 1994-2014: SECOND ENCOUNTER

 

10./14.10.2014

Ort: King Georg

 

Dem 1994 gegründeten internationalen Klangkunstkollektiv Ultra-red gehören Künstler, Forscher und Aktivisten aus unterschiedlichen sozialen Bewegungen an, die sich mit den Kämpfen der Migration, mit Antirassismus, der partizipativen Gemeindeentwicklung und der Politik in Bezug auf HIV/AIDS auseinandersetzen. Als Kollektiv haben sie Radiosendungen, Performances, Tonaufnahmen, Installationen, Texte und Aktionen im öffentlichen Raum produziert. Zum zwanzigsten Jubiläum des Kollektivs finden sich Mitglieder aus allen Teilen der Welt zu einer speziellen Hör-Session zusammen. Es handelt sich dabei nicht um eine Musikveranstaltung, sondern um eine Reihe kurzer Audioaufnahmen, deren Ziel eine kollektive Analyse ist. Die Audioaufnahmen beschäftigen sich mit Themen und Fragestellungen aus sechs Klangkunstuntersuchungen, die die Mitglieder für ihre politischen Aktivitäten über viele Jahre in Berlin, London, Los Angeles, New York und Torbay umgesetzt haben.

Neben der Hör-Session wird in Köln zu diesem Anlass ein DVD-Archiv veröffentlicht. Die Gruppe wird ihre stetig weiterentwickelten Methoden sowie die Ergebnisse der Hör-Session in einem öffentlichen Gespräch vorstellen.

 

 

Hör-Session
ULTRA-RED.
SECHS KLANGKUNSTUNTERSUCHUNGEN
Fr, 10.10.2014
Einlass 18:00, Beginn 19:00
Ort: King Georg, Sudermanstraße 2, 50670 Köln,
Eintritt: 12€/5€

Buffet mit Drinks im Vorfeld! 

 

Begrenzte Teilnehmerzahl. Reservierungen sind möglich unter reservation@academycologne.org

 

Gespräch
SALON NO. 27: ULTRA-RED
Di 14 10 2014
Einlass: 20:00, Beginn: 21:00
Ort: King Georg,
Eintritt: 3 €

 

Beide Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt

 

URXX Nos. 1—9. Nine workbooks, 2010—2014

Texte von: Sabrina Apicella, Elizabeth Blaney, Manuela Bojadžijev, Janna Graham, Chris Jones, Elliot Perkins, Dont Rhine, Michael Roberson, Robert Sember, Walt Senterfitt, Leonardo Vilchis und Ceren Türkmen.

 

Ultra-red ist ein internationales Klangkunstkollektiv, das sich bereits seit 1994 in unterschiedlichen sozialen Bewegungen engagiert und sich mit Themen wie Migration, Antirassismus, partizipativer Gemeindeentwicklung und HIV/AIDS auseinandersetzt. Im Rahmen der der Veranstaltung URXX – ULTRA-RED 1994-2014: SECOND ENCOUNTER wird eine auf 500 Ausgaben limitierte Sammlung von neun Arbeitsheften verschiedener "militanter Klanguntersuchungen“ der vergangenen vier Jahre veröffentlicht. Diese beinhalten Forschungen wie etwa eine zweijährige Untersuchung des “Community Organizing” und umfassende Studien, die sich aus dem anhaltenden Engagement in politischen Bewegungen und Milieus wie der House and Ballroom Szene in New York heraus entwickelt haben. Einige der Arbeitshefte analysieren Ultra-reds Arbeitsweisen und stellen das Konzept, den historischen Kontext und die Methodik der "militanten Klanguntersuchungen" vor. Die Box enthält zudem eine DVD mit mehreren Stunden Audio- und Videomaterial, das zu weiteren Forschungen anregen soll.

]]>
event Startseite Thu, 01 Jan 1970 18:08:16 +0100
The Forest and The School: Where to sit at the dinner table? http://archive.academycologne.org/index.php?id=2&L=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=305&cHash=4879c628f3121183791a33028237def8 Ein Projekt von Pedro Neves Marques

]]>]]> PLURIVERSALE I

 

THE FOREST AND THE SCHOOL: WHERE TO SIT AT THE DINNER TABLE?

DAS KONZEPT DER ANTROPOFAGIA IN BRASILIEN UND SEINE PHILOSOPHISCHE, ÖKOLOGISCHE UND KOSMOPOLITISCHE BEDEUTUNG

 

Podiumsdiskussion, Buchpräsentation und Filmprogramm
Ein Projekt von: Pedro Neves Marques

 

27 –29 11 2014 
NEUER VERANSTALTUNGSORT: Temporary Gallery, Mauritiuswall 35, 50676 Köln
Eintritt: 3 €

 

The Forest and The School: Where to sit at the dinner table? ist eine Publikation des Schriftstellers und Künstlers Pedro Neves Marques, die von Archive Books und der Akademie der Künste der Welt veröffentlicht wurde. Es ist die erste umfassende englischsprachige Anthologie über die brasilianische Tradition der Anthropophagie, die nicht nur eine ästhetische Bewegung, sondern eine kosmopolitische Philosophie in Südamerika war. Die sozialkritische und kulturrevolutionäre Anthropophagie-Bewegung beruht u.a. auf dem Anthropophagie-Manifest von Oswald de Andrade von 1928. Anstelle der Ablehnung einer europäischen Dominanzkultur, fordert dieses die Einverleibung - oder, um im Bild der Anthropophagie, d.h. des Kannibalismus zu bleiben, ein „Auffressen“ - europäischer Stilrichtungen, um einzelne Elemente daraus zu nutzen und eine eigene selbstbewusste Kultur zu entwickeln. 

 

Die Sammlung beinhaltet Texte aus Chroniken des 16. Jahrhunderts über indigene Rituale, Grundlagentexte der modernen Anthropophagie-Bewegung von Oswald de Andrade, Flávio de Carvalho und Raul Bopp sowie ihr Vermächtnis in den Schriften von Glauber Rocha und Hélio Oiticica, wie auch anthropologische Schriften von Pierre Clastres, Bruno Latour und Eduardo Viveiros de Castro und anderen. Den Quellentexten folgen aktuellere oder für dieses Projekt neu entstandene Texte, die Anthropophagie mit dem multinaturalistischen Perspektivismus, dem ökologischen Versprechen einer Deklaration der Naturrechte und mit der Schlüsselrolle des Indigenen in gegenwärtigen politischen Disputen konfrontieren.

 

Der Präsentation des Buchs folgt eine Diskussionsrunde sowie ein Filmprogramm, kuratiert von Pedro Neves Marques. Während die Diskussion sich mit verschiedenen Ökologien und Genealogien der Publikation auseinandersetzt, wird das Filmprogramm zusätzlich zu ausgewähltem Filmmaterial aus dem brasilianischen Kino und der Bildenden Kunst, historische Dokumentationen, skurrile Bilder und weitere Materialien zeigen, in deformierter und autophagischer Form.

 

In englischer Sprache. 

 

PEDRO NEVES MARQUES ist Schriftsteller und Künster und lebt in Lissabon. Sein Film Where to sit at the dinner table?, in dem er sich mit amerindischen Kosmologien in der Geschichte von Wirtschaft und Ökologie befasst, hatte auf der DocLisboa 2013, dem 11. Internationalen Filmfestival, Premiere. Marques war unter anderem auf der 12. Cuenca Biennale (Cuenca: 2014), dem SculptureCenter (New York: 2014), e-flux (New York: 2013) und der EDP Foundation vertreten und schrieb die Kurzgeschichte The Integration Process (Lissabon; Berlin: Atlas Projectos, 2012).

 

 

PROGRAMM

 

DO  27 11 2014, 19:00

  

BUCHPRÄSENTATION

 

THE FOREST AND THE SCHOOL: WHERE TO SIT AT THE DINNER TABLE?
Mit Herausgeber Pedro Neves Marques und anschließender Diskussionsrunde

 

 

FILM SCREENINGS

 

PHASMIDES
Regie: Daniel Steegmann Mangrané. Brasilien 2013, 22'41''
Portugiesisch mit engl. Untertiteln

 

Phasmides folgt einer Insektenfamilie, die in einer komplexen, geometrischen, von Daniel Steegmann Mangrané geschaffenen Umgebung getarnt sind. Durch eine Serie abstrakter Einstellungen, in denen die Silhouetten der Insekten auf- und wieder abtauchen, zeigt er die Fragilität und Instabilität des cinematischen Bildes. Im Verlauf des Films werden aus geometrischen Formen organische; organische Formen enthüllen hingegen ihre Geometrie. Lebende Körper erscheinen unbelebt und das Unbelebte erscheint lebendig.

 

MATER DOLOROSA II 
Regie: Roberto Evangelista. Brasilien 1978, 11'
Portugiesisch mit engl. Untertiteln

 

In diesem poetischen Videoessay, der am Arara-See des Rio Negro (Amazonas) aufgenommen wurde, reflektiert der Künstler die „Erschaffung und den Fortbestand von Formen“. Mit kritischem Blick verweist das Video auf die Umweltzerstörung und die ökonomische Ausbeutung der lokalen Bevölkerung. Die Formulierungen „ertrinkendes Land“ und „schiffbrüchige Kultur“, die auf Hélio Oiticica zurückgehen, werden hier durch Flaschenkürbisse, eine für die Region typische Frucht, verkörpert. Sie schwimmen im Fluss und werden von der Strömung geformt.

 

 

FR 28 11 2014, 19:00

 

FILM SCREENINGS

 

ILHA DAS FLORES
Regie: Jorge Furtado. Brasilien 1989, 13'
Portugiesisch mit engl. Untertiteln

 

Der Film folgt einer Tomate, von der Plantage in den Supermarkt, in die Küche und schließlich in den Müll. Diese Wegstrecke dient Jorge Furtado als Folie, um die ökonomische, ökologische, soziale und ethische Krise der brasilianischen Gesellschaft zu analysieren. Das Schicksal der Tomate und die Logik der Analyse führen den Zuschauer auf die Blumeninsel (Ilha das Flores), ein Müllabladeplatz in Porto Alegre. Was diese Müllkippe sonst noch mit den Tomaten des Herrn Suzuki, dem Parfüm von Frau Anete, der freien Marktwirtschaft in Brasilien und dem Weltmarkt im Allgemeinen zu tun hat, dies alles veranschaulicht dieser virtuos produzierte Film auf eine ebenso ironische wie oft bitter-sarkastische Weise.

 

O CINEMA FALADO
Regie: Caetano Veloso. Brasilien 1982, 112''
Portugiesisch mit engl. Untertiteln

 

Brasiliens bekanntester Komponist und Sänger Caetano Veloso macht einen Abstecher in die Filmproduktion und schafft zusammen mit Freunden und Familie einen Film mit dreißig Segmenten in drei Kapiteln: der Literatur, der Musik und der Kunst. Aus dem Chaos einer großen Party entwickeln sich Dialoge, in denen es um deutsche Philosophie, avantgardistisches Theater und klassische Poesie, um Politik, Familienliebe und Homosexualität geht. Musik ist dabei überall präsent, in Tanz und Theater, mal brasilianische Melodien, mal britischer Rock. Der Film ist ein persönlicher Essay und stellt Bezüge zu Jean-Luc Godard und Federico Fellini her.

 

 

SA 29 11 2014, 19:00

 

FILM SCREENING

 

A IDADE DA TERRA
Regie: Glauber Rocha. Brasilien 1980, 140'
Portugiesisch mit engl. Untertiteln

 

"A Idade da Terra (Das Alter der Erde) ist die Auflösung des Erzählkinos ohne Verzicht auf den infrastrukturellen Diskurs, in dem die wesentlichen Zeichen der so genannten Dritten Welt materialisiert werden: der Imperialismus, die schwarzen Kräfte, die massakrierten Indios, der Katholizismus des Volkes, der revolutionäre Militarismus, der städtische Terrorismus, die Prostitution der Großbourgeoisie, die Rebellion der Frauen, die Prostituierten, die sich in Heilige verwandeln, die Heiligen, die zu Revolutionärinnen werden. All dies enthüllt der Film vor der großartigen Kulisse der Geschichte Brasiliens und seiner drei Hauptstädte: Bahia, Brasilia und Rio. Es handelt sich um einen Film, der in der Zukunft Brasiliens spielt und eine neue Kunst darstellt, wie sie Villa-Lobos, Portinari, Di Cavalcanti oder Picasso hervorbrachte. Der Film liefert eine Sinfonie von Tönen und Bildern oder eine Anti-Sinfonie, die den wesentlichen Problemen auf den Grund geht. Er ist mein Porträt und das Porträt Brasiliens."

- Glauber Rocha?

]]>
event Startseite Thu, 01 Jan 1970 16:55:44 +0100